Die 12 Apostel

Die 12 Apostel

Australien ist für seine spektakulären Naturlandschafen bekannt. Jedes Jahr locken sie zahlreiche Touristen ins Land und begeistern die Millionen. Das unwirtliche Klima bringt dabei die interessantesten Formationen hervor, die weltweit ihresgleichen suchen. Hierzu zählt u.a. der Ayers Rock, der je nach Tageszeit seine Farbe ändert und die 12 Apostel, große Kalksteine, die zwischen Port Campbell und Princetown vor der Küste im Meer stehen.

Die Felsen

Die 12 Apostel ragen an der höchsten Stelle knapp 60 Meter in die Höhe. Ähnlich wie beim Ayers Rock findet beim Sonnenauf- und Sonnenuntergang eine optische Anomalie statt. Dann spiegeln sich die Strahlen nämlich so auf den Aposteln, dass sie leuchten. Daher sind sie eines der am meisten fotografierten Motive aus ganz Australien und werden zu diesen Zeiten von sehr vielen Touristen besucht.

Die Felsen, die scheinbar einfach mitten im Wasser stehen, bildeten sich heraus, weil das Meer an dieser Stelle jedes Jahr knapp 2 Zentimeter vom Strand verschluckt. Eigentlich standen sie noch vor vielen Jahren auf dem Trockenen. Bei diesem Prozess wurde ein Großteil des Kalksteins von den Wellen abgetragen und nur die 12 Apostel blieben, da ihr Material eben am widerstandsfähigsten ist. Allerdings sind auch sie dabei, sich langsam aufzulösen. Ganz selten können Touristen beobachten, wie Teile einstürzen und ins Meer krachen. 2005 kollabierte daneben sogar ein ganzer Felsen, sodass es nun insgesamt nur noch 8 an der Zahl sind.

Experten schätzen, dass die Felsen in bald komplett dem Wasser weichen.

Der Name

Ursprünglich hieß die Formation „The Sow and Pigs“, was auf deutsch so viel wie die Sau und Schweine bedeutet. Dieser Name war etwa auf einer alten Karte aus dem Jahr 1864 vermerkt. Wann genau die Änderung in 12 Apostels durchgesetzt wurde, ist nicht hundertprozentig bekannt, doch nimmt man an, dass das in den 50er Jahren geschah. Dabei ist der Name an sich irreführend, denn schon damals existierten lediglich 9 Säulen.

Warum diese biblische Bezeichnung gewählt wurde, ist ebenfalls umstritten. Wohl rührt das daher, weil die Felsen derart beeindruckend sind und ihre Größe und Schönheit eine Metapher für die überwältigende Natur sind, was eben nur durch eine religiöse Symbolik ausgedrückt werden kann.

So kommt man zu den 12 Aposteln

Die Felsen befinden sich nahe der Route der Great Ocean Road und können daher direkt mit dem Auto angesteuert werden. Verpassen kann man sie dabei kaum. Immerhin sieht man sie schon von der Straße aus und außerdem weisen Schilder auf sie hin. Zusätzlich gibt es dort dann auch ein Besucherzentrum, an dem sich ebenso ein großer Parkplatz befindet. Außerdem wird die Strecke regelmäßig von Bussen befahren.

Mit dem Hubschrauber auf Erkundungstour

Wer etwas mehr ausgeben möchte, kann die Felsen vom Helikopter aus betrachten. Dazu existieren in der Gegend einige Unternehmen, die entsprechende Rundflüge über verschiedene Routen anbieten. Solche Unterfangen werden bestenfalls schon vorab online gebucht. Kurzentschlossene müssen ausgesprochenes Glück haben, um noch eine freie Maschine zu ergattern. Das Ganze hat dann natürlich seinen Preis, der bei ca. 15 Minuten Flug schon mal auf satte 300 AUD kommt, wobei nach oben dann kaum Grenzen gesetzt sind. Auf besonders weiten Strecken werden daneben  auch andere Sehenswürdigkeiten abgedeckt. Oft wird etwa die London Bridge angeflogen. Sie ist ähnlich wie die 12 Aposteln entstanden und besteht aus einer erhöhten Landzunge, die sich mitten im Wasser befindet. Eigentlich war sie früher mit dem Festland verbunden, doch brach dieses Zwischenstück weg, da die Wellen es langsam aushöhlten. Dabei befanden sich gerade zwei Touristen auf der London Bridge. Sie hatten großes Glück, dass sie nicht auf dem einstürzenden Felsen standen. Dennoch waren sie erst mal vom Festland abgetrennt, konnten später aber mit einem Helikopter gerettet werden. Hiernach nannte man die Formation „London Arch“, da sie fortan ja keine Brücke mehr war.