Adelaide

Adelaide

Adelaide gehört zum Bundesstaat South Australia und ist auch gleich dessen Hauptstadt. Die Region ist vor allem für das Ausrichten zahlreicher Festivals wie etwa dem Festival of Arts oder dem Jazz Festival bekannt. Außerdem herrschen hier sehr hohe Temperaturen, was Adelaide gerade für Touristen interessant macht und daneben ausgezeichneten Wein hervorbringt.

Geschichte Adelaides

Bevor die Europäer die Gegend besetzten, lebten hier einige hundert Aborigines, die dem Stamm der Kaurna angehörten. Während der Kolonialisierung wurden ihnen die fremden Krankheitserreger zum Verhängnis, auf die ihre Körper nicht eingestellt waren. Ein Großteil starb daher und die Überlebenden wurden von den Europäern umgesiedelt.

Einer der ersten Entdecker des Areals war Pieter Nuyts, ein holländischer Seefahrer, der 1627 Karten des Areals anfertigte. Wirklich erforscht wurde es weit später von den Briten, die dort 1802 landeten.

William Light, ein General Südaustraliens, war maßgeblich an der Planung der Stadt beteiligt. Hierfür legte er einen Ort knapp 10 km im Landinneren fest und ließ dort den Grundstein für das spätere Adelaide errichten. Anders als bei europäischen Städten, die größtenteils nicht nach System errichtet werden, konnten im 19. Jahrhundert ausgefeiltere Methoden zur Stadtplanung angewandt werden. Dies zeigt sich vor allem an den besonders breiten Straßen und an den parallelen Linien, in denen die Ortschaft erbaut ist. Außerdem ist es Light zu verdanken, dass hier riesige Parkanlagen gebaut wurden.

Ihren Namen erhielt die Gemeinde 1836 von John Hindmarsh, einem Gouverneur. Er handelte auf Geheiß der britischen Krone, die aus einer Ehrerbietung für die deutsche Prinzessin Adelheid heraus die Ortschaft auf den Namen Adelaide taufte. Zu dem Zeitpunkt war sie nämlich mit Wilhelm IV, dem König Englands, vermählt.

Um noch weitere Siedler anzuziehen, gewährte die Kolonie Religionsfreiheit. Daher waren viele der Erstankömmlinge englische Protestanten. Sie wurden nämlich in ihrer Heimat aufgrund ihres Glaubens unterdrückt, der sich nur schwer mit den Lehren der dort dominanten anglikanischen Kirche vereinbaren ließ. Auch aus Preußen strömten nun verfolgte Gläubige nach Adelaide, da sie andernfalls von ihrem König, Friedrich Wilhelm III., zwangsbekehrt worden wären.

Im Jahre 1839 gründetet man die Handelskammer Adelaide Chamber of Commerce, wodurch nun selbst außerhalb des Stadtzentrums Lebensmittel angebaut werden konnten.

Mit dem Fund von Kupfer- und Silbervorkommen in der Erde kam ein wirtschaftlicher Boom. Und schnell wurde Australien eine der wichtigsten Quellen für Metall für das britische Empire.

Nach und nach wurde in Adelaide die Infrastruktur weiterentwickelt. Im Jahr 1856 erhielt es Anschluss an das Eisenbahnnetz und 1861 installierte man eine Wasserversorgung für die Bürger. Das Gas kam dann 1863 und 1872 konnte man von Australien aus sogar mit London kommunizieren. Dies funktionierte über einen Telegrafen. Wenig später gab es bereits öffentliche Verkehrsmittel. Sie bestanden damals noch aus Straßenbahnen, die von Pferden gezogen wurden und erstreckten sich über weite Teile der Stadt. 1901 wurde das erste Kraftwerk errichtet und die Anwohner verfügten über Strom.

Von 1870 – 1890 sorgte ein weiterer Boom für Aufschwung. Er wurde durch den Verkauf von Weizen ausgelöst und brachte es mit sich, dass nun zahlreiche neue Häuser gebaut wurden, die heute noch stehen und das Stadtbild dominieren.

Die Bevölkerung Adelaides bestand innerhalb des 20. Jahrhunderts größtenteils aus Briten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg zogen etliche Griechen und Italiener in die Gegend. Bis in die 70er Jahre sprach sich die Schönheit der Gegend selbst bis nach Lateinamerika herum und viele Latinos immigrierten nebst zahlreichen Vietnamesen nach Adelaide. Heute ist der Ort ein Schmelztiegel der Kulturen und von mannigfaltigen Einflüssen geprägt.

Klima in Adelaide

Es herrscht mediterranes Klima. Im Sommer ist es sehr heiß und trocken, während die Winter kühl sind. Durchschnittlich wird es in der Zeit von Dezember bis Februar 28° C warm, wobei die Höchstwerte teils über 40° C liegen. Im Zeitraum von Juli bis August sind die Temperaturen meist zwischen 5° C und 15° C. Selbst unter den trockenen und heißen Städten Australiens gilt Adelaide als besonders trocken und heiß.

Ausflugsziele in Adelaide

In Adelaide gibt es zahlreiche Gebäude, die noch in der Gründerzeit errichtet wurden. Hierunter fallen viele der Kirchen und alte Häuser aus Steinziegeln.

Generell merkt man der Stadt schon an, dass sie nicht von Sträflingen, sondern von freien Bürgern aus der Oberschicht gegründet wurde. Deswegen ist sie nämlich bis heute für ihre Eleganz und Raffinesse bekannt und gilt als Verbund alter Schönheit und neumodischen Designs.

Besondere Berühmtheit erlangte Adelaide unter den Weinkennern. Aus der Gegend stammen einige Sorten, die bereits so manchen Wettbewerb gewonnen haben. Hier hat der Anbau der Reben eine lange Tradition, die maßgeblich auf deutsche Bauern zurückgeht. Als sie nach Australien immigrierten, hatten sie ihre besten Traubenpflanzen im Gebäck und bauten sie fortan in dem nährstoffreichen Boden an. In Kombination mit dem sonnigen Klima und der hügeligen Landschaft kam dabei ein hervorragender Wein heraus.

Die malerischen Anbaugebiete im Barossa Valley eignen sich gut für ausgedehnte Spaziergänge und außerdem lässt sich hier natürlich auch Wein verköstigen und gegebenenfalls gleich kaufen.

Ein weiteres Ausflugsziel ist das South Australian Museum. Hier wird hauptsächlich auf die Aborigines, die ersten Bewohner Australiens, eingegangen und deren Kultur und Lebensweise rekonstruiert. Für Kunstliebhaber lohnt es, eine Ausstellung der Art Gallery of South Australia zu besuchen. Dort werden nicht nur nationale Größen, sondern auch Künstler aus verschiedenen Ländern ausgestellt.

Einen besonderen Einblick in das Naturleben bietet der botanische Garten. In ihm führt ein gepflasterter Weg durch die Artenvielfalt der Pflanzen und setzt die Fauna in drei großen Glaskuppeln in Szene.

Ebenfalls einen Blick wert ist das Adelaide Oval, ein Stadium, das gleichzeitig eine Hommage an die alte und die neue Baukunst ist. Es gilt als die schönste Arena für Cricket weltweit.

Möchte man die Architektur aus dem 19. Jahrhundert betrachten, bietet sich das Ayers House an. Es gehörte ursprünglich Henry Ayers, der dort von 1855 bis 1897 residierte und wurde restauriert, um wieder genauso auszusehen wie zu dieser Zeit. Hier finden regelmäßig Touren und weitere Veranstaltungen statt.

Am Glanelg Beach kann man nicht nur schwimmen. Am Strand gibt es zahlreiche Lokale und Bars, außerdem stehen hier Hotels und des öfteren werden dort auch Festivals abgehalten. Und wer doch ins Wasser möchte, findet hier nicht nur schöne Stellen zum Schnorcheln, sondern kann mit etwas Glück sogar mit freien Delfinen tauchen.