Brisbane – eine Stadt voller Energie

Brisbane - eine Stadt voller Energie

Brisbane, in Queensland, dem Sunshine State, gelegen, hat knapp 2 Millionen Einwohner und mit seinen vielen Universitäten und Museen einen exzellenten Ruf unter Wissenschaftlern und Künstlern. Daneben hat es auch für Touristen einiges zu bieten.

Geschichte Brisbanes

Im heutigen Brisbane ließen sich schon vor 40000 die ersten Aborigines nieder. Indem die Stämme Turrbal und Jagera dort ihre Zelte aufschlugen, wurde durch den Brisbane River auch gleich die Wasserversorgung sichergestellt und Lebensmittel konnten angebaut werden.

Westliche Entdecker erkundeten die Gegend weit später und errichteten hier im Jahre 1824 eine Strafkolonie, wohin Wiederholungstäter aus Sidney verfrachtet werden sollten. Wenig später wurde sie jedoch wieder aufgelöst und das Land wurde zur  Verfügung interessierter Siedler freigegeben. 1859 spaltete sich Brisbane von New South Wales ab und war fortan die Hauptstadt von Queensland, was es bis heute geblieben ist. Stadtrechte erteilte man der Gemeinde aber erst lange danach, im Jahr 1902. Bis 1925 zog man die umliegenden Siedlungen und Ortschaften zusammen und nannte den Flecken von nun an Brisbane.

Die Gegend spielte auch während des Zweiten Weltkrieges eine Rolle. Dort ließ sich nämlich der General Douglas Mac Arthur nieder, der das Kommando über die alliierte Armee, die am Südwestpazifik stationiert war, innehatte.

1942 uferte eine Rangelei zwischen amerikanischen und australischen Streitkräften aus, wobei zahlreiche Soldaten verletzt wurden und sogar ein Australier sein Leben ließ.

Selbst die Kirche hatte von vornherein Interesse an Brisbane und begann bereits 1901 damit, eine Kathedrale zu errichten. Die St. John´s Cathedral brauchte über 100 Jahre, um fertiggestellt zu werden und ist im neugotischen Stil gebaut.

Die Stadt war aufgrund ihres Standortes stets mit Problemen behaftet. Schließlich kam es hier in regelmäßigen Abständen zu Dürreperioden und starken Überflutungen. Gerade um nach Letzteren wieder aufzubauen, fehlte oft das nötige Geld. Und überhaupt war die Infrastruktur nicht verzweigt genug und auch die sanitären Einrichtungen genügten kaum für die gesamte Population, weshalb auch viele Menschen auswanderten.

Erst die Weltausstellung 1988 und davor die Commonwealth Games im Jahre 1982 brachten den Boom, da Brisbane nun eine größere Aufmerksamkeit seitens der Touristen zukam.

Alle Probleme konnten dadurch jedoch nicht ausgeräumt werden und immer noch gibt es zahlreiche Konflikte zwischen Regierung und Bürgern. Allerdings fungiert dies als Nährboden für eine Gegenkultur und ist wohl mit einer der Grüne, weswegen Brisbane eine Wiege der Musik und Kunst ist.

Klima in Brisbane

In Brisbane herrscht subtropisches Klima. Die Sommer hier sind schwül und von November – April ist die Luft besonders feucht. Stürmendes Wetter und Hagelschauer können hier zu jeder Jahreszeit angetroffen werden. In letzter Zeit war das Klima allerdings sehr trocken und von Dürre geprägt.

Da sich die Temperaturen im Sommer und Winter nur um ein paar Grade im Durchschnitt unterscheiden, lässt sich Brisbane das ganze Jahr über besuchen.

Sehenswürdigkeiten in Brisbane

Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und eignet sich sowohl, um dort zu feiern, als auch für ruhige Abende. Hier findet man nämlich neben zahlreichen Discotheken und Clubs noch schöne Parks und viele Museen. Letztere stellen alles Mögliche aus. Wer ein großes Interesse an der  alten Kultur der Aborigines hat, kann sich in entsprechenden Lokalitäten genauer über deren Geschichte und Bräuche informieren. Viel weiter in der Zeit zurück gehen die Museen für Dinosaurier, wo die Überreste der ersten Bewohner der Welt zu sehen sind und man auch das ein oder andere Souvenir kaufen kann. Und was die Kunst angeht, ist Brisbane voll im Zeitgeist und präsentiert für Liebhaber moderne Werke.

Für einen Überblick über die Metropole lohnt es, auf den Mount Coot Tha zu steigen. Früher war der Berg Teil der Riten indigener Völker und dient heute als Aussichtsplattform, die mit zahlreichen Ferngläsern bestückt ist. Einen schönen Ausblick erhält man daneben auf dem Wheel of Brisbane, einem sehr hohen Riesenrad, das mitten in der Stadt steht. Einen ähnlichen Zweck erfüllt die Story Bridge, eine große Brücke, über deren Stufen man ein paar hundert Meter hoch steigen kann.

Die reiche Fauna lässt sich in der Gegend außerhalb in freier Wildbahn bewundern. Wer es jedoch lieber nicht dem Zufall überlässt, ob ein spezielles Tier wirklich auftaucht, kann dies auch innerhalb der Stadt machen. In den Parks sieht man etwa den Cookaburra, ein flauschiger Vogel, dessen lange Federn etwas wie Haare aussehen und der beim Zwitschern so klingt, als würde er lachen. Natürlich kann man in Brisbane ebenso die Tiere besuchen, die ohnehin für Australien stehen, nämlich Kängurus oder Koalabären.

Zum Shoppen geht man am besten in die Queen Street Mall im Central Business District. Hier werden typische australische Marken angeboten.

In den Wellen vor der Küste lässt sich auch sehr gut surfen. Wem das zu anstrengend ist, der kann außerdem auf dem Surfboard liegend einen langen, aufgeschütteten Sandberg hinuntergleiten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Spots zum Tauchen. So stehen im Wasser etwa alte Schiffswracks, die halb aus dem Meer ragen und so ein besonders interessantes Terrain bieten. Für diejenigen, die über das nötige Kleingeld verfügen, werden Flüge mit dem Helikopter angeboten.