Byron Bay

Byron Bay

Als man den Badeort nach dem britischen Kapitän John Byron benannte, ahnte man noch nicht, mit welcher Ehre dieser Name einst verbunden sein würde. Schließlich war kein Geringerer als Lord Byron, der Dichter, dessen Enkel, der nicht nur die damalige Poesie neu formte, sondern selbst in der Moderne noch seine Fingerabdrücke hinterlässt.

Byron Bay hält dem Namen alle Ehre und gilt als einer der schönsten Ort der Welt, der für die verschiedensten Gruppen wie etwa Surfer, Künstler oder Spirituelle als Kultstätte dient. Große Bekanntheit erlangte die Gegend durch das dortige Festival.

Geschichte Byron Bays

Wie genau der Badeort entstanden ist, weiß man nicht genau. Sicher ist man sich zumindest darin, dass bereits die Aborigines der Faszination von Byron Bay erlagen und daher dort ihre Siedlungen aufschlugen. Der erste Europäer, der Fuß auf das Land setzte, war 1770 der Kapitän James Cook. Er war es auch, der die Gegend, die ursprünglich von den Ureinwohnern mit dem Wort Cawanbah bezeichnet wurde, erstmals Byron Bay nannte. Offiziell wurde der Begriff jedoch erst 1894 anerkannt.

1880 boomte der Landverkauf und einige hundert Grundstücke wurden von Siedlern erstanden. Je größer der Ort wurde, desto dringender benötigte man jetzt auch eine Anbindung an die Eisenbahn. Als diese realisiert war, hatte das einen noch stärkeren Einfluss auf die Bevölkerungszahl und nach und nach entwickelte sich hier sogar eine flukturierende Wirtschaft, die auf der Viehzucht basierte. Bald baute man eine große Fabrik, in der etwa Milch und Butter hergestellt wurden. Die Erzeugnisse wurden größtenteils exportiert. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit den aufkommenden Kühlabteilen, die den Zügen nun erstmals erlaubten, schnell verderbliche Waren über den gesamten Kontinent zu transportieren. Dass man dort die Produkte aus Byron Bay anderen vorzog, lag hauptsächlich an den idealen Weidebedingungen für die Tiere. So war das wild wachsende Gras der Gegend die perfekte Grundlage, um besonders schmackhafte Milchprodukte herzustellen. Aufgrund der hohen Nachfrage konnte dann auch schnell expandiert werden und in kurzer Zeit stieg die Menge der produzierten Erzeugnisse um das Dreifache an. Am Wohlstand beteiligt waren jedoch nicht nur die Bauern, sondern die gesamte Bevölkerung und so stieg Byron Bay bald zu einer reichen Gemeinde auf.

Gegend Ende des 20. Jahrhunderts verdienten die meisten Bewohner der Gegend ihr Geld immer noch hauptsächlich mit der Viehzucht und Molkereiprodukten. Zusätzlich spielte nun daneben der Walfang eine Rolle. Doch gingen darauf immer mehr Betriebe bankrott und schlossen ihre Fabriken. Zu einer Geisterstadt wurde Byron Bay dennoch nicht. Die einstige Betriebsamkeit und Effizienz schlug in kurzer Zeit ins Gegenteil um und die Kultur der Lässigen und Gechillten nahm über. Jetzt strömten viele Aussteiger, Surfer und Spirituelle an den Badeort und frönen seitdem hier einem legeren Lifestyle.

Insgesamt leben in dem Areal knapp 30000 Menschen, davon 5000 direkt in der Stadt. Die Bevölkerung gilt als sehr freundlich und heißt auch Fremde mit offenen Armen willkommen. Schon alleine deswegen lohnt sich der Besuch, da man hier nicht lange Tourist bleibt, sondern leicht einen Einblick in die Lebensweise der Einheimischen bekommt.

Klima in Bron Bay

In der Region herrscht ein subtropisches Klima. Es zeichnet sich durch milde und sehr trockene Winter aus, während der Sommer schwül ist. Zu dieser Zeit ist die Luftfeuchtigkeit besonders hoch, weswegen die Wärme auch schneller auf den Körper übertragen wird. Daher überfordert das Klima  besonders diejenigen, die aus kälteren Gefilden stammen. Ist man für Hitze anfällig, sollte man sich langsam an das Klima gewöhnen und immer ausreichend Sonnencreme auftragen.

Urlaubsziele in Byron Bay

1901 wurde das Cape Byron Light, ein Leuchtturm, gebaut, der die beliebteste Sehenswürdigkeit der Gegend ist und schon damals den Schiffen die Navigation erleichterte. Er ist bis heute in Betrieb und wird jährlich von etwa ½ Millionen Touristen besucht.

Außerdem gilt Byron Bay als Paradies für Surfer. Dies liegt an der weiten, offenen Bucht, über die Wellen gespült werden, die die ideale Größe zum Surfen haben.

Darüber hinaus ist die Gegend besonders zum Wale Watching geeignet. Dabei werden die Meeressäuger in ihrem natürlichen Habitat beobachtet. Entsprechende Ausflüge werden von zahlreichen Anbietern organisiert und zielen hauptsächlich darauf ab, Buckelwale anzutreffen, die das Areal regelmäßig passieren. In Byron Bay werden darüber hinaus zahlreiche andere Aktivitäten wie Tauchkurse angeboten.

Neben den schönen Stränden zieht auch das angrenzende Festland viele Touristen an. Hier findet man eine imposante Flora mit immergrünen Pflanzen auf einer hügeligen Landschaft.

Auch können Reisende hier das ganze Jahr über einen Platz zum Entspannen finden, da die Winter mit durchschnittlich 12 – 20° C relativ mild sind.

Außerdem wird Bildung in Byron Bay großgeschrieben und zahlreiche Institute unterrichten nicht nur die vielen Einheimischen, sondern bieten ebenfalls Englischkurse für Touristen an, die ihre Sprachkenntnisse auffrischen oder erweitern möchten.

Ein Großereignis findet übrigens immer zwischen November und Dezember statt. Dann beenden nämlich zahlreiche Anwohner ihr Studium und feiern den Erhalt des Diploms mit reichlich Alkohol.