Cairns – das Tropenparadies

Cairns - das Tropenparadies

Australien ist der Inbegriff des Fernwehs und der Freiheit. Dabei war der Kontinent eigentlich mal eine Strafkolonie für englische Schwerstverbrecher, die den ersten Siedlern sogar als Sklaven dienen mussten. Streng genommen waren sie sogar noch schlimmer dran als die Sklaven. Immerhin brauchten die rechtschaffenen Bürger nicht einmal für deren Unterhalt zu sorgen.
Von all dem weiß man heute nichts mehr und wer an Australien denkt, dem erscheinen Korallenriffe, weite Strände und ein dichter, artenreicher Regenwald vor Augen. Um die ganze Schönheit dieses Kontinents voll erleben zu können, kommt man meist nicht umhin, Große Strecken zurückzulegen. Ein Ort der jedoch die meisten Vorzüge in sich vereint ist Cairns, das nicht grundlos eines der beliebtesten Reiseziele für Australientouristen ist. Es liegt nämlich direkt am Meer und ist von Bergen und Dschungel umgeben.

Klima in Cairns

Das Wetter in Cairns wird maßgeblich vom Monsun beeinflusst, der feucht-heiß ist. In Australien herrscht ein im Vergleich zu Europa gegensätzliches Klima. Die höchsten Temperaturen

bringt die Zeit von November – April, wo maximal 34° C erreicht werden können. Nur ist die Luftfeuchtigkeit in diesen Gefilden größer, weshalb die Hitze besser auf den Organismus übertragen wird und sich dementsprechend wärmer anfühlt, als sie es eigentlich ist.

Außerhalb dieser Monate sinken die Grad nur wenig, weswegen das Wasser nie kälter als 23 Grad wird.

In der Region wüten teils tropische Wirbelstürme, deren Winde knapp 300 km/h schnell werden können und die entsprechend destruktiv sind. Sie treten allerdings nur alle paar Jahre auf und auch verfehlten die letzten beiden die Stadt um einige Kilometer.

Cairns Geschichte

Schon Jahrtausende vor der Kolonialisierung lebten in der Gegend um das heutige Cairns native Völker. Dabei handelte es sich um die Aborigines Irukandji, die eine simple, sehr naturverbundene Kultur hegten.

1770 reisten Engländer unter dem Kapitän James Cook in die Region. Er war ein Meister seines Faches und vollbrachte ein Kunststück, woran zuvor viele Seefahrer scheiterten. Schließlich navigierte er die Bark Endeavour unbeschadet durch das riesige Great Barrier Riff, ohne dass das Schiff dabei auf Grund ging. Die Mannschaft blieb 6 Wochen an Land, um zu forschen. Danach beanspruchte sie die Gegend für die britische Krone, die sie jedoch zunächst links liegen ließ. Immerhin wurden hier keine Strafkolonien errichtet, wie dies in vielen anderen Gebieten der Fall war. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts entsandte man weitere Forscher nach Cairns. Zwar erkannte man dass die Region strategisch sehr gut für einen Handelshafen geeignet wäre, dennoch war es schwer, Siedler dazu zu bewegen, sich hier niederzulassen. Schließlich war der Regenwald unpassierbar, das Riff vor der Küste eine ständige Gefahr für die Schiffe und außerdem fürchteten sich die Leute vor den Wirbelstürmen. Die enormen, bis zu 5 Meter langen Salzwasserkrokodile, taten ihr Übriges und selbst die Mutigsten hielten sich von Cairns fern. Doch all das zählte nichts mehr, als man in der Gegend Gold entdeckte. Von nun an drängten die Siedler in enormer Menge zu dem Schürferparadies und verschuldeten sich teils sogar, um einen der begehrten Plätze in den Schiffen zu bekommen, die nach Cairns reisten. Schnell entwickelte sich die Gegend und hatte schon nach kurzer Zeit eine voll funktionstüchtige Infrastruktur. Bald darauf ging der Rohstoff jedoch zur Neige. Glücklicherweise sah die Politik das kommen und investierte den Wohlstand in andere Felder, sodass die Wirtschaft weiter florierte.

Und auch heute noch ist Cairns eine reiche Stadt, die mit den zahlreichen Bars, Hotels und Freizeitangeboten ihr Geld hauptsächlich mit Tourismus verdient.

Sehenswürdigkeiten und Urlaubsziele in Cairns

Gerade für Backpacker und Reisende mit kleinem Geldbeutel ist Crains das Ziel erster Wahl. Hier sind die Unterkünfte nämlich besonders günstig. Und in den zahlreichen Restaurants lässt sich für verhältnismäßig wenig Geld auch gut speisen.

Außerdem befindet sich an der Küste das Great Barrier Riff, das größte Korallenriff der Erde, welches der einzige lebende Organismus ist, der aus dem All gesehen werden kann. Zusätzlich existiert dort auch eine bunte Vielfalt an verschiedenen Fischen, weswegen sich die Gegend besonders zum Tauchen anbietet. Angst vor Haien muss man hier nicht haben. Zwar kommen sie im Great Barrier Riff durchaus vor, nur sind die Arten dort zu klein, um Menschen ernsthaft gefährlich zu werden. Der große weiße Hai lässt sich hier übrigens gar nicht blicken, da ihm das Wasser dort zu warm ist.

Im angrenzenden Regenwald können Touristen etwa mit einer Seilbahn über die Täler reisen und u.a. Wasserfälle bestaunen. Wer der Tierwelt näherkommen möchte, kann dies auf entsprechenden Farmen machen. Auf der Crocodile Farm etwa darf man sogar Salzwasserkrokodile selbst füttern. Dabei steuern die Ranger das Boot dicht neben eines der riesigen Tiere und über eine Art Angel, an der eine Schnur befestigt ist, gibt man dem Krokodil ein Fleischstück.

Zurück in Crains kann man die Tiere übrigens auch verspeisen. Beliebt sind sie vor allem als geräucherte Steaks.

Und für diejenigen, die in die Kultur der Aborigines eintauchen möchte, veranstalten indigene Völker Shows, bei denen sie ihre alten Bräuche wie Tänze oder Riten vorführen. Hier kann man sogar lernen, auf traditionelle Art und Weise zu Jagen oder Kräuter zuzubereiten.