Sydney, die größte Stadt des australischen Kontinents

Sydney, die größte Stadt des australischen Kontinents

Für viele Reisende ist Sydney das Erste, was sie von Australien zu sehen bekommen. Das hat auch seinen Grund: Die lebendige Vier-Millionen-Metropole in New South Wales verspricht viel Spaß, Kultur und einen besonderen Lifestyle. Außerdem bietet sich Sydney als idealer Startpunkt für eine Erkundigungstour des gesamten Landes an. Sollte also anderswo über die größte Stadt Australiens gelästert werden, hört man am besten einfach weg – schließlich verrät schon der Slogan „Sydney – or the bush“ so einiges.

Geschichte

Das Gebiet Sydney war ursprünglich die Heimat der Eora (Cadi, Birrabirragal und Kuring-Gai) – diese standen in enger Verbindung zu ihrer Umwelt und verwendeten drei Sprachen. Vor allem ihre Naturreligionen und Kunstformen waren hoch entwickelt. Im Jahre 1788 erreichte Kapitän Arthur Phillip mit elf Sträflingsschiffen die Botany Bay und gründete die erste europäische Siedlung Australiens. Bald beraubte man die Eora ihrer Landrechte: Sie wurden eingesperrt, getötet oder mit Gewalt vertrieben. In den folgenden 200 Jahren entwickelte sich Sydney von einem verschlafenen Sträflingsnest zum strahlenden Lifestyle-Zentrum.
Einen ersten Höhepunkt erlebte die Stadt im Rahmen des Goldrauschs der 1850er-Jahre, als sich die Einwohnerzahl Sydneys verdoppelte. Einwanderer aus Großbritannien, Irland und dem Mittelmeerraum erhöhten den Wohlstand der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis heute wächst die Bevölkerung rasant – so sagen Prognosen, dass bis 2016 knapp fünf Millionen Menschen in Sydney leben werden; und das obwohl immer mehr Sydneysider mit geringem Einkommen in andere Städte umziehen. Jeder dritte Bewohner ist übrigens ein Einwanderer, wobei zehn Prozent der Immigranten aus dem asiatischen Raum stammen. Auch viele Amerikaner und Menschen aus dem Nahen Osten wählen Sydney zu ihrem Lebensmittelpunkt.
Vor allem im Jahre 2000 richteten sich alle Augen auf die Stadt, als die 27. Olympischen Spiele dort ausgetragen wurden – der Glamour von damals strahlt bis heute.

Orientierung

Trotz seiner Größe ist Sydney für den Durchschnittsbesucher überraschend überschaubar: So kann man nahezu alles nördlich vom Hafen außer Acht lassen – auch wenn das ein paar Millionen Menschen dort wahrscheinlich nicht so sagen würden. Allerdings befinden sich jenseits der 1931 eröffneten Harbour Bridge lediglich einige nette Wohnviertel. Laut Statistiken scheint in Sydney 342 Tage jährlich die Sonne – das verführt natürlich zu einem hedonistischen Lebensstil: Segeln, Sonnenbaden, Surfen und Schlemmen mit Blick auf den Port Jackson; der 55 qm große Hafen mit seinen 86 Buchten bildet den Mittelpunkt der Stadt. Port Jackson (auch Sydney Harbour genannt) teilt Sydney in Nord- und Südstadt, die Harbour Bridge sowie der Harbour Tunnel sind die Verbindung der beiden Ufer. Das Stadtzentrum erstreckt sich vom Circular Quay bis zur Central Station. Westlich anschließend befindet sich Darling Harbour , im Osten die Viertel DarlinghurstKings Cross sowie Paddington. Empfehlenswert ist es, sich am großflächigen Hydepark zu orientieren – dieser liegt sehr zentral. Von hier aus kann man verschiedene Richtungen anstreben und beispielsweise schon nach einer halben Stunde in die trendige Atmosphäre Newtowns eintauchen, in Chinatown Asien erleben, im hellen Licht von Kings Cross durch Bars ziehen oder Multi-Kulti-Feeling in Darlington entdecken sowie die Noblesse in Surry Hills auf sich wirken lassen. Auch ein Besuch des gigantischen Sydney Fish Market ist ein kulinarisches Abenteuer für sich.

Sehenswertes

Langweilig wird es in Sydney garantiert nie – zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, hat die Metropole zu bieten: Syndey Harbour oder Port Jackson bildet einen bedeutenden Gegenpol zum Großstadtgetümmel: Strände, Inseln und Uferparks laden zum Entspannen und Erholen ein. Erwähnenswert ist auch der Sydney Harbour National Park, dessen Buschgebiete man auf wunderbaren Wanderwegen erkunden kann.
Das Sydney Opera House ist weltbekannt: 1973 eröffnet, wurde es vom dänischen Architekten Jorn Utzon entworfen und gilt heute als die wichtigste Sehenswürdigkeit Australiens. Inspiration für den Erbauer waren angeblich Schneckenhäuser, Orangen, Palmwedel sowie Mayatempel – ein Blick von der sich dem Circular Quay nähernden Fähre auf Syndeys Oper beweist das. Das Opernhaus beherbergt vier Hauptsäle für Opern, Konzerte, Theater- sowie Tanzvorstellungen. Zu empfehlen ist auch eine einstündige Führung durch das Haus.
Museen wie das MCA (Museum of Contemporary Art), Australian National Maritime Museum oder das Museum of Sydney begeistern Kunst- und Kulturinteressierte.
Besonders bekannt ist der Bondi Beach, vor allem weibliche Touristen werfen hier gerne einen Blick auf die typischen Rettungsschwimmer. Wer sich selbst einmal im Surfen versuchen möchte, der ist hier gut aufgehoben: Auch Kurse werden an diesem Kultstrand angeboten. Ansonsten besticht Bondi – ein Vorort Sydneys – durch seine einzigartige Atmosphäre: Jüdische und europäische Einwanderer, Aussies, arbeitende Traveller und hängengebliebene Touristen führen hier ein relaxtes Leben und treffen sich in hippen Cafes.
Wer das Tierreich erkunden möchte, besucht am besten den mit einer Fähre zu erreichenden Tarronga Zoo oder das Aquarium der Stadt.