Zeitzonen in Australien

Zeitzonen in Australien

Wer nach Australien reisen möchte, muss neben all den Formalitäten vor allem mit einem kämpfen: Dem Jetlag. Dieser wird oft unterschätzt, kann aber besonders bei einem kurzen Urlaub zum Übel werden. Schließlich braucht der Körper erst einige Zeit, um sich an den veränderten Tag- und Nachtrhythmus zu gewöhnen und benötigt dafür schlimmstenfalls die gesamten ein oder zwei Wochen. Umgehen lässt sich das leider nicht, immerhin herrschen in Australien andere Zeitzonen als in Deutschland. So muss man hier mit einem Unterschied von 8 bis 11 Stunden rechnen.

Wozu braucht man Zeitzonen?

Damit die Uhrzeit auch wirklich aussagekräftig bleibt und nicht immer wieder etwas anderes bedeutet, sofern man sich etwas weiter in den Westen oder Osten bewegt, müssen unterschiedliche Zonen eingerichtet werden. Dass diese überhaupt in feste Kategorien eingeteilt werden ist natürlich nur ein Annäherungswert, da man genau genommen eigentlich alle paar Kilometer die Uhr um ein paar Minuten verdrehen müsste. In Australien begegnet man dieser Schwierigkeit, indem hier die Zeit teils um eine halbe Stunde verschoben wird. Dagegen vollziehen die meisten anderen Länder nur Schritte in ganzen Stunden.

Geschichte der Zeitzonen

Früher war die Uhrzeit relativ belanglos. Zwar konnte sie bereits im Altertum mit beispielsweise Sonnenuhren gemessen werden, doch war bis ins 19. Jahrhundert kaum jemand im Besitz von portablen Geräten. Dennoch war die Messung damals teils sogar akkurater als über die Zeitzonen. Damals hatte einfach jede Gegend seine eigene Zeit, die an der Sonne festgestellt wurde. Stand sie im Zenit, war der Mittag angebrochen.

Wirkliche Relevanz erhielt die Zeit erst mit dem Aufkommen der Eisenbahnen. Sie mussten schließlich nach einem festen Plan abfahren. Daher wurden die Zeitzonen im 19. Jahrhundert eingeführt. In Australien passierte das um das Jahr 1890, einige Jahrzehnte später als in Europa. An diesen Einteilungen wurde seither auch nichts verändert.

Die Zeitzonen in Australien

Das Inland wird in insgesamt drei Zeitzonen untergliedert. Die erste davon heißt Western Standard Time, wo  eine Zeit von UTC +8 herrscht. Das bedeutet, dass es dort 8 Stunden später ist als die sogenannte „koordinierte Weltzeit“. Diese wurde als Standard eingeführt, damit sich beispielsweise Forscher aus unterschiedlichen Nationen bei ihren Unterfangen besser verständigen können. Sie gilt etwa in der Antarktis oder auf der ISS. Im Vergleich zu Deutschland ist es in dieser Region 7 Stunden später. Die Western Standard Time herrscht im Bundesstaat Western Australia.

In South Australia und im Northern Territory gilt die Central Standard Time. Sie ist 9 Stunden und 30 Minuten später als die koordinierte Weltzeit und somit 8 Stunden und 30 Minuten später als in Deutschland.

Die Eastern Standard Time ist UTC + 10 und gilt in Queensland, Australian Capital Territory, Tasmanien, Victoria und New South Wales.

Dagegen haben einige Außeninseln eigenständige Zeitzonen. Diese sind:

  • Kokosinseln: UTC + 6 Stunden und 30 Minuten
  • Heard und Mc Donaldinseln UTC + 5
  • Norfolkinseln: UTC + 11
  • Lord-Howe-Insel: UTC + 10:30
  • Weinnachtsinsel: UTC + 7

Sommerzeit

Die Sommer- und Winterzeit wurde eigentlich eingeführt, damit weniger Geld für Strom ausgegeben wird. So soll der Tag nämlich möglichst auf die Sonnenstrahlen fallen. Allerdings ist seit jeher umstritten, ob das tatsächlich etwas bewirkt. Früher gab es diesen Wechsel noch auf dem gesamten fünften Kontinent. Doch auch hier verschafften sich nach und nach kritische Stimmen Gehör und bewirkten, dass das inzwischen von jedem Bundesstaat einzeln entschieden werden kann.

Vollzogen wird die Sommerzeit etwa in Victoria, New South Wales oder South Australia. Queensland, Western Australia und das Northern Territory boykottieren sie dagegen.

Während der Sommerzeit existieren übrigens nicht bloß 3 Zeitzonen, sondern insgesamt 5. Sie werden um die Central Daylight Time und die Central Summer Time erweitert. Da teils hierdurch Orte entstehen, wo sich bis zu drei Zeitzonen treffen, kann man an solchen Stellen sogar dreimal hintereinander Silvester feiern.