Erneut Triebwerksprobleme bei Airbus A380

Erneut Triebwerksprobleme bei Airbus A380

Bereits zwanzig Minuten nach dem Start, noch während des Steigflugs, musste am Sonntag ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates umkehren und zu seinem Ausgangsflughafen Sydney zurückfliegen, um dort notzulanden.

Die Maschine war in Richtung Dubai unterwegs, als die Passagiere plötzlich einen hellen Blitz sahen und einen lauten Knall hörten, während das Flugzeug zu ruckeln begann. Daraufhin traf der Pilot, offensichtlich nach Rücksprache mit der Airline, die Entscheidung zur Verminderung der Brandgefahr Kerosin abzulassen und wieder nach Sydney zurückzukehren. Hier landete die Maschine ungefähr zwei Stunden nach dem Start wieder. Die 380 Passagiere, die sich an Bord befanden, blieben alle unverletzt. Obwohl einige der Fluggäste von Flammen berichteten, die aus dem Triebwerk gekommen sein sollen, teilte die Fluggesellschaft später mit, es habe kein Feuer in dem Triebwerk, keine Flammen und auch keinen Rauch gegeben, das Triebwerk sei aber wegen eines Motorschadens ausgefallen. Bereits am Mittwoch hatte es einen ähnlichen Zwischenfall bei einer Emirates-Maschine, die von Dubai nach New York unterwegs war und die in Paris notlanden musste, gegeben. Auch bei diesem Vorfall ist niemand zu Schaden gekommen. Die Fluggesellschaft Emirates verwendet Triebwerke des Typs Engine Alliance GP7200, die von General Electric und Pratt & Whitney hergestellt werden. Emirates hat die größte A380 Flotte der Welt, alle mit diesen Triebwerken bestückt. Bereits vor zwei Jahren musste ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas kurz nach dem Start wegen Triebwerksproblemen notlanden, daraufhin ließ Qantas alle A380 für fast einen Monat am Boden bis die Unfallursache, Öllecks im Triebwerk, gefunden worden war. Viele Fluggesellschaften ließen daraufhin die Triebwerke ihrer Maschinen nachrüsten oder auch auswechseln. Die Qantas-Maschinen sind allerdings mit Antrieben von Rolls-Royce bestückt. Der Airbus wird von der Airbus-Muttergesellschaft EADS hergestellt. Er ist das größte zivile Verkehrsflugzeug. Zur Zeit werden die Triebwerksausfälle noch untersucht, Emirates hofft jedoch bald Klarheit über das Geschehen zu erlangen.