Camping in Australien

Camping in Australien

Australien ist besonders aufgrund der schönen Landschaften und dem endlos weiten Outback beliebt bei den Touristen. Wem es noch nicht genügt, die Natur auf langen Ausflügen zu genießen, der kann in Down Under auch Campen. Für diesen Zweck gibt es ein breites Netz aus mal mehr oder weniger gut ausgestatteten Campingplätzen, wo man etwa duschen oder Akkus wieder aufladen kann. Dabei spart man sich nicht nur die Kosten für ein Hotelzimmer, sondern lernt auch noch andere Camper kennen.

Gefahren beim Caming in Australien

In Australien hat sich über die Jahre eine große Industrie um Camping, Work and Travel etc. gebildet. Hier ist man bestens auf diese speziellen Arten an Touristen vorbereitet. Leider sind das auch die Verbrecher. Sie wissen um die Hilflosigkeit der Backpacker, die keinen sicheren Rückzugsort haben und darum, dass sie teils große Mengen an Bargeld und teure Geräte wie Handys mit sich führen. Gleichzeitig wird diesen Reisenden meist ein sehr positives Bild von den Australiern vermittelt. Überall ist hier nämlich die Rede von den netten und zuvorkommenden Aussies, die immer „bitte“ und „danke“ sagen, weswegen viele sehr offen auf die Einheimischen zugehen.

Zum Eigenschutz sollte hier jedoch immer ein gewisses Grundmisstrauen herrschen. Bestenfalls reist man nicht alleine und meidet vor allem dann den Kontakt, wenn man sich mitten in der menschenleeren Wildnis befindet. Und campt man in der freien Natur im Outback, so macht man das idealerweise nicht direkt an einer Straße, sonder etwas versteckter.

Eine weitere Gefahr beim Campen sind die Tiere. Bekanntermaßen sind sie in Australien besonders giftig und einige Arten können sogar Menschen verspeisen. Vor allem weiße Haie oder Salzwasserkrokodile flößen uns Europäern Angst ein. Immerhin sind diese Ungeheuer drei bis viermal so groß wie wir und können mit nur einem Biss ganze Körperteile abtrennen. Allerdings sind solche Tiere von Grund auf scheu und meiden generell Gebiete, wo sie auf Menschen treffen. So hat der weiße Hai im letzten Jahr in Australien nur knapp 5 Menschen getötet. Salzwasserkrokodilen fallen jährlich etwa 1 – 2 Menschen zum Opfer. Übrigens sind Kühe gefährlicher. Sie töten statistisch betrachtet nämlich häufiger.

Mag man auf Krokodile oder Haie nur selten treffen, sind Schlangen, Spinnen und Insekten auf Campingplätzen Stammgäste. Doch auch sie greifen normalerweise nicht an, sofern ein gewisser Abstand gehalten wird. Allerdings sollte man in der Früh vor dem Anziehen erst mal die Kleidung und die Schuhe ausschütteln, da das Ungeziefer nachts dort gerne sein Lager aufschlägt.

In der Wildnis übernachten

Gerade wenn man das tiefste Outback bereist oder einfach keine Lust darauf hat, die Gebühren für den Campingplatz zu bezahlen, nächtigt man in der freien Wildbahn. Hier erfährt man dann auch direkt die unveränderte Natur, was jedoch ziemlich teuer werden kann. Oft ist genau das nämlich verboten. Campt man etwa in nicht dafür ausgewiesenen Stellen in Nationalparks, kann das schon mal empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen. Auf der sicheren Seite ist man mit Gegenden, die als fürs Zelten geeignet gekennzeichnet sind. Im Outback drückt man dagegen größtenteils ein Auge zu. Dies jedoch nur dann, wenn man nachhaltig mit der Natur umgeht und nicht etwa seinen Müll einfach stehenlässt.

Im Nationalpark campen

In den Nationalparks gibt es die sogenannten Caravan Parks. Die Betreiber hierfür sind von staatlicher Stelle und peilen keinen Gewinn an, weswegen die Gebühren dort sehr günstig sind. Errichtet wurden diese Plätze, damit sich die Camper nicht einfach irgendwo in der Natur niederlassen und dort die Gegend verschmutzen. Meist sind diese Orte sehr weit von der Zivilisation entfernt und von einer atemberaubenden Szenerie wie einem Wasserfall umgeben.

Bei den Caravan Parks variiert die Ausstattung stark. An manchen Plätzen findet man eine funktionierende Wasserversorgung und etwa ordentliche Duschen vor, während andere Parks wiederum nur spartanisch eingerichtet sind. In Letztere kommt man dafür aber auch deutlich billiger unter. Die Zeltplätze sind übrigens sehr begehrt und möchte man einen ergattern, sollte im voraus reserviert werden.

Kleine Campingplätze

Der Markt an Campingplätzen wird teils von Einheimischen bedient, die über viel Land verfügen. So bieten etwa Bauern entsprechende Plätze an und verdienen sich damit ein Zubrot. Ganz selten mal sind diese Orte schlecht ausgestattet, doch findet man meist eine gute Versorgung an sauberem Wasser und entsprechende sanitäre Einrichtungen vor. Wie hoch hier die Gebühren sind, ist dem einzelnen Anbieter überlassen, doch kann man allgemein sagen, dass die Preise größtenteils auch der Ausstattung entsprechen und man hier kaum abgezockt wird.

Upperclass

Außerdem gibt es auch Anbieter, deren Anlagen besonders gut ausgestattet sind. Hierunter fällt etwa Big 4 Holiday Parks, ein Unternehmen, das 180 Parks betreibt. Sie befinden sich jedoch größtenteils nicht im Outback, sondern meist in der Nähe einer Stadt. Die Orte wurden dabei so gewählt, dass die umgebende Natur besonders schön ist. So stehen diese Parks etwa in der Nähe des Meeres oder in bewaldeten Gebieten.

Auf jedem dieser Campingplätze findet man neben dem Nötigsten wie Duschen und WCs auch noch Küchen, Plätze zum Grillen und sogar Swimminpools oder Tennisplätze. Die umfassende Ausstattung hat der Marke bereits einige Auszeichnungen beschert. Allerdings wird dafür eine hohe Gebühr fällig.

Wer es etwas günstiger haben möchte, dem seien die Top Tourist Parks empfohlen. Sie können mit denen von Big 4 bezüglich der Ausstattung größtenteils mithalten, sind aber billiger. Außerdem sind diese Plätze mit mindestens drei und maximal vier Sternen ausgezeichnet.

Aufgrund der hohen Gebühren beim Übernachten auf solchen Campingplätze kann es bei einem längeren Aufenthalt rentabel sein, eine Mitgliedskarte zu kaufen. Dabei bezahlt man jährlich einen fixen Beitrag und erhält dafür bei jedem Ticket einen Rabatt.