Hostels in Australien

Hostels in Australien

Australien ist ein teures Pflaster. Das Durchschnittseinkommen ist hier nämlich weit höher als in Deutschland, was man vor allem beim Aufenthalt in einer der Metropolen zu spüren bekommt. Wer längere Zeit in Down Under verbringen möchte, muss schon reich sein, um sich über die Monate in einem Hotel niederlassen zu können. Für alle anderen gibt es Alternativen. Eine davon sind die Hostels, deren Angebot sich an die Backpacker richtet. Hat man kein Problem damit, das Zimmer mit einer Vielzahl an Unbekannten zu teilen, findet man hier eine günstige Gelegenheit, die Nacht zu verbringen.

Die Ausstattung

Bei der Ausstattung der verschiedenen Hostels gibt es eigentlich kaum Variationen. Meist findet man hier eine Küche, in der sich die Touristen etwa den Kühlschrank und die Kochplatten teilen. Diese ist vor allem dann obligatorisch, wenn man gedenkt, etwas länger in der Region zu bleiben. Andernfalls wäre man sonst darauf angewiesen, stets teuer auswärts essen zu gehen. Ebenfalls sind so ziemlich alle Hostels mit Gemeinschaftsräumen ausgestattet. Dort hat man beispielsweise Gelegenheit, fernzusehen oder gemütlich auf dem Sofa zu liegen. Außerdem haben die meisten Anbieter sogar Billardtische und teils auch eine kleine Discothek. Darüber hinaus kann man hier seine Wäsche waschen und ins Internet gehen.

Vor allem in dem heißen Klima ist ein Swimmingpool von Vorteil, der jedoch nicht unbedingt selbstverständlich ist. In jeden Räumlichkeiten existieren dagegen sanitäre Anlagen.

Weiter wird die Ausstattung noch je nach Art von Zimmer unterschieden. Zwar sind die meisten Unterkünfte mit mehreren Betten ausgestattet und teils für über 15 Leute eingerichtet, doch gibt es dagegen auch Räume für nur ein oder zwei Personen. Je größer der Raum ist, desto billiger wird der Schlafplatz. Und so kommen die Einbettzimmer preislich gesehen den Hotels sehr nahe. Die Wahl des Zimmers wird daher hauptsächlich über das finanzielle Budget bestimmt. Dennoch sollte man sich vorher fragen, wie hoch die Toleranz gegenüber Lärm ist und ob man dennoch einschlafen kann. Immerhin ist in einem Raum mit knapp 20 Leuten die Chance sehr groß, dass mindestens einer davon lautstark schnarcht.

Wissenswertes

Preislich beginnen die Schlafplätze ungefähr bei 15 – 20 AUD und können bei Einzelzimmern teils bis über 80 AUD gehen. Wenn man nicht unbedingt in den Hochburgen für Backpacker wie Byron Bay oder Sydney unterwegs ist, lassen sich die Unterkünfte mit etwas Glück direkt bei der Anreise buchen. Andernfalls und wenn man überhaupt auf Nummer sicher gehen will, sollte man ca. ein paar Wochen davor Reservierungen vereinbaren.

Wer sehr lange in derselben Gegend bleiben möchte, sollte beim Betreiber anfragen, ob er dafür einen Rabatt gewährt. Oft kommt der einem nämlich entgegen. Manchmal bieten die Hostels sogar eine kostenlose Übernachtung an, indem man ein paar Stunden täglich anfallende Arbeiten wie Putzen übernimmt.

Wertsachen sollten vor allem in großen Schlafräumen weggesperrt werden. Schließlich kennt man die anderen Touristen nicht genau genug und schnell gehen Gegenstände verloren und bei so vielen Verdächtigen braucht man gar nicht an eine Anzeige zu denken, da der Schuldige sowieso niemals gefunden würde. Dagegen verfügen Hostels über Schließfächer, die für eine geringe Gebühr alle Gegenstände sicher beherbergen.

Arten von Hostels

Jedes Jahr strömen immer mehr Rucksacktouristen nach Australien. Aus diesem Grund sprießen die Hostels dort geradezu aus dem Boden, da zahlreiche Personen sich an diesem lukrativen Geschäft um die Backpacker beteiligen wollen. Deswegen werden teils selbst Wohnhäuser umgebaut, um als Herberge zu dienen. Sie sind für Touristen besonders deswegen interessant, da sie gut ausgestattet sind. Außerdem herrscht hier eine angenehme Atmosphäre und oft wohnt dort auch der Betreiber selbst. Somit hat man gleich einen direkten Kontakt zu Einheimischen und kann sich ein Bild über die australische Lebensweise machen. Darüber hinaus sind diese Einrichtungen selten mit großen Räumen ausgestattet, sodass man relativ ruhig schlafen kann. Die sanitären Anlagen sind meist hoch frequentiert und ständig belegt, da größtenteils nur ein oder zwei Bäder installiert sind. Doch kommen in herkömmlichen Hostels oft ebenfalls viele Bewohner auf zu wenige Duschen und WCs. Ein wirklicher Nachteil ist dagegen die Lage. Die Häuser stehen nämlich in der Regel in den Vorstädten, wo der Weg ins Zentrum lange ist.

Daneben sind manche Hotels ehemalige Motels, die insolvent gegangen sind und verkauft wurden. Das merkt man den Gebäuden dann meist auch an und für jedes Zimmer gibt es ein eigenes Bad mit Dusche. Allerdings sucht man hier Vorzüge wie Gemeinschaftsräume und eine Küche meist vergebens. In einigen Fällen wird eine Küche jedoch provisorisch in einem Raum eingerichtet.

So gut wie alle Motels verfügen übrigens über einen Swimmingpool.

Die klassischen Hostels sind sogenannte „Backpacker Hostels“. Da sie von vornherein für diesen Zweck eingerichtet wurden, sind sie auch am besten darauf vorbereitet. Hier findet man eine Küche zur gemeinschaftlichen Verwendung und außerdem gibt es dort besonders große Zimmer. Dadurch kann man dort sehr billig unterkommen.

Außerdem existieren noch Hostels, die im Nachhinein über einer Bar eingerichtet wurden. Der Platz dort ist jedoch eben nicht für dergleichen konstruiert worden. Gleichzeitig werden in die meist kleinen Zimmer zahlreiche Betten gestellt, sodass man sich leicht eingeengt fühlt. Da die meisten Pubs in alten Gebäuden stehen, ist hier ein Umbau ebenfalls nicht möglich. Immerhin stehen solche Bauwerke oft unter Denkmalschutz.

Die Vermietung von Zimmern über einem Pub hat übrigens Tradition. Hier kamen einstmals die Bauern unter, sofern sie Geschäfte in der Stadt zu erledigen hatten.

Darüber hinaus bieten Hotels Räume für Backpacker an. Dabei werden einfach einige der Zimmer umfunktioniert und mit entsprechend vielen Etagenbetten ausgestattet.