Kommt ein Australier nach Berlin …

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Berlin lockt als Weltstadt Millionen von ausländischen Touristen- darunter auch Australiern- die sich jedoch schnell eingestehen müssen, dass Berlin so ganz anders ist, als sie gedacht haben. Dies liegt vor allem am etwas „rauen“ Temperament der Berliner, deren „Berliner Schnauze“ zumindest deutschlandweit bekannt ist. Der stets höfliche Australier wird hier sicherlich zunächst sehr irritiert sein.

Ebenso „geschockt“ könnten Australier vom offenen Bier- und Alkoholkonsum auf offener Straße sein- für die Berliner ist dies nicht „asozial“, wie in anderen Gegenden Deutschlands, sondern vollkommen normal.

Dennoch wird die Stadt auch einen „Aussie“, wie die Australier liebevoll genannt werden, begeistern. Wir haben einige wichtige Sehenswürdigkeiten herausgesucht.

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Berlin: das Brandenburger Tor

Mit zu den „must have seen“ Punkten zählt auf alle Fälle das Brandenburger Tor, welches natürlich eine geschichtsträchtige Vergangenheit besitzt. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor wurde im Jahre 1793 entworfen, bzw. auf den Sockel des Tores aufgesetzt.

Für viele Menschen und Touristen eines der Wahrzeichen der Stadt, da mit ihm unweigerlich die Teilung, bzw. auch der Mauerfall verbunden ist. Somit sollte auch jeder australische Tourist die Gelegenheit nutzen und sich vorm Brandenburger Tor fotografieren zu lassen.

Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie ist in der Friedrichstraße gelegen und war während der Teilung ein Grenzübergang. Obwohl sich am Checkpoint Charlie kaum noch Originalteile befinden, stört dies die Besucher wenig. Wer sich am Checkpoint weiter geschichtsmäßig informieren möchte, der hat zahlreiche Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Mauermuseum.

Hier wird die Geschichte wieder lebendig, da zahlreiche Fluchtversuche dokumentiert und mittels Schautafeln und Fotografien dem Besucher nähergebracht werden. Dank einer guten Anbindung von U-Bahn oder Bus, ist es für Touristen sehr einfach, diesen historischen Schauplatz zu erreichen.

Der Alexanderplatz

Möchte man als australischer Tourist in das „echte“ Leben Berlins eintauchen, empfiehlt sich unbedingt ein Besuch auf dem Alexanderplatz, der als lebendigster Platz in ganz Berlin gilt. Auch in der DDR-Zeit spielte der Platz immer wieder eine Rolle und ist aus den Geschichtsbüchern nicht mehr wegzudenken.

Zu den markanten Gebäuden am „Alex“ zählen vor allem das Kaufhaus „Galeria Kaufhof“, sowie das Hotel „Hotel Park Inn“. Ebenso kann am Alex die Weltzeituhr, sowie der Brunnen der Völkerfreundschaft betrachtet werden. Wer eine weitere, touristische Attraktion sucht, der kann sich unmittelbar dem Fernsehturm nähern, dieser ist 365 Meter hoch und das höchste Gebäude in ganz Deutschland. Ebenso kann das rote Rathaus, sowie der Neptunbrunnen besucht werden, die sich unweit vom Alexanderplatz befinden.

Reichstag

Möchte man Politik hautnah erleben, sollte man als australischer Tourist auf jeden Fall einen Besuch im Reichstag einplanen. Dort liegt auch der Sitz der deutschen Regierung. Besonders bekannt ist vor allem die Glaskugel, die im Zuge einer Neugestaltung in den Neunzigerjahren auf dem Reichstagsgebäude angebracht wurde und von Touristen besichtigt werden kann, da sie gewissermaßen als Aussichtsplattform dient. Möchte man eine Führung durch das Reichstagsgebäude erhalten, zum Beispiel auch den berühmten Plenarsaal sehen, in welchem die deutschen Politiker debattieren, so muss man sich im Vorfeld zu einer Führung anmelden. Dies kann aber einfach übers Internet erledigt werden.

Vor dem Reichstag lädt eine groß angelegte Wiese derweil zum Entspannen und Verweilen ein- im Sommer bzw. an warmen Tagen ist diese Wiese recht schnell überfüllt und wird von Touristen gleichermaßen wie von Einheimischen rege genutzt.

Fazit

Dies sind nur ein paar touristische Attraktionen, die oben aufgezählt wurden. Selbstverständlich gibt es in der Weltstadt Berlin noch einiges mehr zu entdecken, so dass sich jeder australische Tourist auf alle Fälle früh in die Vorbereitung stürzen sollte, wenn er so viel wie möglich von Berlin sehen möchte.

Obwohl Berlin eine Weltstadt von Format ist, sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass Berlin gerade von der Mentalität der Bürger anders tickt, als der Rest in Deutschland. Wie oben erwähnt, sollte man sich von der Berliner Schnauze nicht verwirren lassen- viele Sprüche sind oftmals gar nicht so ernst oder böse gemeint, wie sie zunächst klingen.

Auch sonst kommt Berlin als ziemlich laut, schnelllebig und irgendwie überfordernd daher. Ein Spruch lautet, dass man Berlin entweder liebt oder hasst. Etwas dazwischen gäbe es nicht. Doch wen Berlin einmal begeistert hat, der wird auf alle Fälle in diese Stadt zurückkehren.